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Bundesnetzagentur stellt Tätigkeitsbericht vor |
Bonn, 15. Dezember 2011 - Der Wettbewerb hat sich im Bereich der Telefonanschlüsse in den vergangenen Jahren weiter positiv entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesnetzagentur in ihrem heute vorgestellten Tätigkeitsbericht 2010/2011 für den Telekommunikationsbereich.
Auch die Anschlusszahlen der TV-Kabelnetzbetreiber steigen weiterhin.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Anschlüsse hier auf
mehr als 3,5 Mio. erhöht.
Generell hat sich allerdings das Wachstum bei den Breitbandanschlüssen
weiter abgeschwächt. Zur Jahresmitte 2011 wurden in Deutschland ca. 26,7
Mio. Breitbandanschlüsse genutzt. Damit liegt die Penetrationsrate –
bezogen auf alle Haushalte – nun bei etwa zwei Drittel. Dabei sind
DSL-Anschlüsse nach wie vor die führende Technologie zur Realisierung
breitbandiger Internetzugänge.
Die Verteilung der Marktanteile zwischen der Deutschen Telekom AG und
ihren Wettbewerbern ist im Berichtszeitraum weitgehend stabil geblieben.
Die Wettbewerber haben ihren Anteil von über 54 Prozent halten können.
Grundsätzlich hat sich der Trend hin zu Bündelangeboten weiter
verstärkt. Insbesondere Bündel aus Telefonie und Internetzugängen machen
einen zunehmenden Anteil der abgeschlossenen Verträge aus.
Durch die Umrüstung der TV-Kabelnetze auf den neuen Übertragungsstandard
DOCSIS 3.0 könnten heute bereits 16 Mio. Haushalte diese
leistungsfähigen Breitbandanschlüsse in Anspruch nehmen, die
Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 120 Mbit/s zulassen. Darüber
hinaus haben vor allem regional tätige Unternehmen begonnen, zunächst in
den Zentren größerer Städte Glasfaser-Anschlussnetze auszurollen. Nach
Angaben des BUGLAS (Bundesverband Glasfaseranschluss) werden seine
Mitgliedsunternehmen bis Ende 2011 etwa 870.000 Glasfaseranschlüsse
(FTTH und FTTB) installiert haben. Die Deutsche Telekom AG beabsichtigt
bis zum Jahresende 160.000 Haushalte in zehn deutschen Städten mit
Glasfaseranschlusstechnologie zu erschließen. Ende 2011 dürften nach den
Planungen der verschiedenen Anbieter also insgesamt etwa 1 Mio.
Haushalte mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet sein. Allerdings haben
Mitte 2011 erst ca. 140.000 Haushalte tatsächlich diese Möglichkeit
genutzt.
Dass der wettbewerblich getriebene Ausbau der Breitbandnetze zügig
voranschreitet, zeigt sich an der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen
mit einer Downloadgeschwindigkeit von 1 Mbit/s. Diese hat sich seit
2009 auf nun ca. 99 % erhöht. Die Verfügbarkeit von Anschlüssen mit 2
Mbit/s und mehr ist im selben Zeitraum von 70 % auf 93,3 % gestiegen.
Die Bundesnetzagentur hat mit den im Mai 2010 versteigerten Frequenzen
(sog. Digitale Dividende) einen wesentlichen Beitrag zur
Breitbandversorgung geleistet. Vorrangiges Ziel bei der Ausgestaltung
und der Durchführung der Versteigerung war es, günstige regulatorische
Rahmenbedingungen für eine schnelle und effiziente Versorgung der
Bevölkerung mit mobilen breitbandigen Anwendungen zu schaffen. Mit einer
speziellen Versorgungsverpflichtung wurde die Voraussetzung für die
Schließung von Versorgungslücken bei der breitbandigen
Internetversorgung geschaffen.
Weitere wichtige Akzente für den Breitbandausbau setzte das NGA-Forum
der Bundesnetzagentur. Interoperabilität, also das Zusammenspiel der
Netze, ist ein Kernelement für den Erfolg des Ausbaus der zukünftigen
Breitbandnetz-Infrastruktur. Insbesondere um Transaktionskosten zu
begrenzen, besteht die Notwendigkeit, national einheitlich anwendbare
Spezifikationen von Vorleistungsprodukten zu entwickeln. Nicht zuletzt
mit der Erarbeitung und Veröffentlichung einer Leistungsbeschreibung für
ein Ebene-2-Bitstromprodukt hat das NGA-Forum einen Durchbruch erzielt
und die Grundlage für freiwillige Kooperationen gelegt.
Der Anteil der mobilen Kommunikation ist noch einmal deutlich gestiegen. Inzwischen entfällt etwa ein Drittel der gesamten Gesprächsminuten auf den Mobilfunk. (Quelle: Bundesnetzagentur)
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