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Bundesnetzagentur verlängert Laufzeiten für Bündelfunkfrequenzen
Bonn, 15. September - Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) hat die Laufzeiten von Frequenzzuteilungen für Bündelfunkanwendungen in den Frequenzbereichen 410-430 MHz  und 440-443 MHz bzw. 445-448 MHz verlängert. Dies hat sie offiziell in ihrem Amtsblatt Nr. 14 bekannt gegeben. Das Amtsblatt enthält in Mitteilung 391/2011 die entsprechende Festlegung der neuen Laufzeiten mit Bezug auf § 55 Telekommunikationsgesetz.

Die derzeit gültigen Frequenzzuteilungen in den Frequenzbereichen 410-430 MHZ und 440-443 MHz bzw. 445-448 MHz sind einheitlich bis zum 31. Dezember 2015 befristet. Seit dem 20. Juli 2011 gelten verlängerte, aber unterschiedliche Laufzeiten für analoge und digitale Bündelfunkfrequenzen: Die BNetzA hat die analogen um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2020 und die digitalen um zehn Jahre bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Die Verlängerung der Laufzeiten gilt für neue Frequenzzuteilungen, kann aber auch für geltende Zuteilungen entsprechend beantragt werden.

Wolf-Dieter Richter, Leiter des Fachbereiches Frequenzen und Lizenzen des PMeV, begrüßt die Verlängerung der Laufzeiten für Bündelfunklizenzen: "Diese Entscheidung der Bundesnetzagentur verschafft Anwendern und Anbietern mehr Planungssicherheit. Wir hätten uns zwar eine weitergehende Verlängerung der Laufzeiten für analoge und digitale Anwendungen bis 2030 gewünscht, aber die nun vorliegende Festlegung ist ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung". "Der PMeV", so Richter weiter, "werde die BNetzA rechtzeitig um eine Überprüfung der jetzt getroffenen Regelung bitten. Ziel sei eine frühzeitige weitere Verlängerung der Laufzeiten".    

Die BNetzA begründet die Einführung unterschiedlicher Laufzeiten für analog und digital mit "der Marktentwicklung und der technischen Fortentwicklung der Digitalisierung". Dies sei "trotz Anerkennung der Technologieneutralität" gerechtfertigt. Die analogen Netze würden daher zu einem früheren Zeitpunkt als die digitalen Netze erneut hinsichtlich ihres Bedarfs für eine weitere Nutzung überprüft werden.

Der PMeV hatte in seiner Stellungnahme gegenüber der BNetzA gefordert, die Laufzeiten von Frequenzzuteilungen für analoge und digitale Bündelfunkanwendungen um mindestens 15 Jahre bis zum 31.12.2030 zu verschieben. "Systeme im Professionellen Mobilfunk", so seine Begründung, "werden in allen Bereichen langfristig genutzt. 20 Jahre Nutzungsdauer sind in der Regel weit verbreitet." (Quelle: PMeV)

 
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