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NSN streicht 2.900 Stellen in Deutschland
München, 31. Januar 2012 - Nachdem Nokia Siemens Networks bereits im November ein globales Kostenreduzierungsprogramm bekanntgab, wurde heute über die einschneidenden Konsequenzen für die deutschen Standorte informiert. Demnach sollen hierzulande etwa 2.900 Stellen abgebaut werden. Das ist fast jeder dritte Arbeitsplatz - insgesamt beschäftigt das Unternehmen z.Z. noch 9.100 Mitarbeiter in Deutschland. Der Großteil der Stellenstreichung soll 2012 abgeschlossen werden.
Das Unternehmen plant, seine zukünftigen Aktivitäten in Deutschland auf fünf geschäftstragende Standorte zu konzentrieren: Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm. Sogar der Standort München wird demnach komplett aufgegeben.

Rund 1.600 Stellen sollen an diese fünf geschäftstragenden Standorte verlagert werden. In der Folge plant das Unternehmen, alle weiteren deutschen Standorte zu schließen. Das gilt auch für München, an dem gegenwärtig lt. NSN ein großer Anteil an administrativen Funktionen und Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, angesiedelt sind.
Deutschland bleibe für Nokia Siemens Networks "ein sehr wichtiges und beschäftigungsstarkes Innovationszentrum mit Forschungs- und Entwicklungs-Standorten, die sich auf Technologien, die im Mittelpunkt der neuen Strategie des Unternehmens stehen, konzentrieren", hieß es in einer Unternehmensmeldung.
Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern seien aufgenommen worden.
Die Aufgaben der verbleibenden Standorte beschrieb NSN wie folgt:
- Berlin wird Nokia Siemens Networks' Produktionsstätte für optische Netze und zudem ein Standort für Forschung und Entwicklung sowie für Services sein;
- Bonn und Düsseldorf sind die Standorte, an denen die wichtigsten Aktivitäten des Kundengeschäfts gebündelt sind;
- Bruchsal wird sich als zweiter Produktionsstandort in Deutschland vorwiegend mit der Einführung von Neuprodukten beschäftigen;
- Ulm wird in der LTE-Forschung und -Entwicklung weiterhin eine zentrale Rolle spielen und dabei auch die Systemkonzeption, -entwicklung und -erprobung übernehmen.
Hermann Rodler, Country Director von Nokia Siemens Networks in Deutschland beschrieb die Situation so: "Uns ist bewusst, dass dies eine erhebliche Reduzierung der Mitarbeiterzahl ist und wir möchten diese mit Respekt und unter Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen umsetzen. Wir müssen in Deutschland diesen schwierigen Schritt machen, um sicherzustellen, dass Nokia Siemens Networks ein wirtschaftlich nachhaltiges Unternehmen ist. In Deutschland konzentrieren wir uns auf unsere starken Kundenbeziehungen und auf unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Mobiles Breitband, besonders LTE und optische Netze." (bac)

 
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