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Äußerung sorgt für Unbehagen
Köln, 9. Januar 2009 - Für reichlich Unmut beim VATM sorgten Äußerungen der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner im Zusammenhang mit einem denkbaren Wettbewerbsschutz bei der Breitbandversorgung weißer Flecken auf dem Lande: "Ich kann mir Ausnahmeregeln vorstellen für den, der diese Gebiete erschließt, konkret Wettbewerbsschutz für mehrere Jahre", sagte die CSU-Politikerin lt. Handelsblatt vom 8. Januar. "Entscheidend ist, dass wir den ländlichen Raum mit Breitband-Internet versorgen. Wenn wir mit vorübergehenden Änderungen bei den Wettbewerbsregeln Geld der Steuerzahler sparen können, will ich das nutzen."
Der VATM reagierte mit völligem Unverständnis: „Es darf elf Jahre nach der Marktliberalisierung keinesfalls einen Wettbewerbsausschluss gerade für schlecht versorgte Gebiete geben. Wir schaffen die Schließung der weißen Flecken in der Breitbandversorgung auch ohne Monopole“, betonte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Es könne nicht sein, dass die Verbraucher in der Stadt vom starken Wettbewerb profitieren, die Bürger auf dem Land aber von Monopolisten in ihrer Region abhängig sein sollen. Das stehe nach Ansicht des VATM "in eklatantem Widerspruch zu dem, was auch die Verbraucherschutzzentralen fordern".
„Schon solche Monopole in Aussicht zu stellen, verführt den Ex-Monopolisten Telekom buchstäblich dazu, entsprechende politische Forderungen zu stellen“, warnte der VATM-Geschäftsführer.
 
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