NET Oktober 2025

8 www.net-im-web.de TRENDS & FAKTEN 10/25 DIN 14095 für Feuerwehrpläne aktualisiert Im Juli 2025 ist die DIN 14095 “Feuerwehrpläne für bauliche Anlagen" erschienen und ersetzt damit die vorherige Fassung vom Februar 2024. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) hin. Die DIN 14095:2025-07 wurde überarbeitet und weist einige Änderungen zur Vorgängerausgabe auf. Der Anhang A der Norm, der einen Musterplan umfasst, wurde überarbeitet und an die im Juni 2024 erschienene DIN 14034-6 "Graphische Symbole für das Feuerwehrwesen - Teil 6: Bauliche Einrichtungen" angepasst. Außerdem wurden normative Verweisungen aktualisiert, Literaturhinweise ergänzt und eine redaktionelle Überarbeitung der Inhalte vorgenommen. Die DIN 14095 dient der vereinheitlichten Darstellung relevanter Objektinformationen zur raschen Orientierung, Lagebeurteilung und Einsatzvorbereitung der Feuerwehr. Einsatzpläne selbst sind nicht Gegenstand der Norm, Feuerwehrpläne können jedoch als Grundlage dafür dienen. Adressiert werden insbesondere Betreiber und Eigentümer von Objekten, Fachplanungs- und Ingenieurbüros, Sicherheits- und Brandschutzverantwortliche sowie Brandschutzdienststellen. www.dgwz.de KI hält rasant Einzug in die Arbeitswelt Schon in wenigen Jahren wird der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Büroalltag und in der Produktion zur Selbstverständlichkeit werden. Diese Schlüsselaussage entstammt einer gemeinsamen Studie der Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA) und der Denkfabrik Diplomatic Council (DC). Mag man diese Aussage angesichts des KI-Booms als wenig überraschend einstufen, so lässt ein weiteres Ergebnis aufhorchen: Humanoide Roboter mit „KI im Kopf“ sollen sich innerhalb der nächsten 15 Jahre im großen Stil im Arbeitsalltag breit machen, heißt es in dem BWA/DC-Report „Auswirkungen von KI+Robotik auf die Arbeitswelt“. Demnach sind über zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten sicher, dass KI spätestens 2027 mehr oder minder zum Büroalltag gehören wird, vergleichbar der Office-Software von Microsoft. Der Einzug in Fertigungshallen soll etwas länger dauern. Laut Studie ist ein gutes Drittel (35 Prozent) davon überzeugt, dass KI in der Produktion ab 2030 eine maßgebliche Rolle spielen wird. Über die Hälfte (55 Prozent) tippen darauf, dass es erst 2040 soweit sein wird. Falls die Humanoiden künftig unseren Alltag tatsächlich so dominieren werden wie Smartphone und Internet, dann könnten sie rund die Hälfte aller Arbeitsplätze ersetzen, meinen über drei Viertel (77 Prozent) der befragten Führungskräfte aus der Wirtschaft und Gewerkschaftsfunktionäre. www.bwabonn.de Fraunhofer erforscht KI-Chip für Glasfasernetze Als Konsortialführer des von der Europäischen Union geförderten Projekts SpikeHERO nimmt das Fraunhofer IIS in den kommenden vier Jahren Glasfasernetze ins Visier. Gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern aus den Niederlanden, Tschechien und Belgien werden KI-Chips für Spiking Neural Networks entwickelt, um die Signalqualität und damit die Datenraten von Glasfaser deutlich zu steigern. Glasfasernetze sind ein essenzieller Baustein der digitalen Zukunft. Zudem müssen künftige 6G-Netze hohe Anforderungen an die Geschwindigkeit der Datenübertragung erfüllen. Das Problem: Je höher die angestrebten Datenraten, umso stärker leidet die Signalqualität. Um Störungen auszugleichen, setzen die Anbieter derzeit auf digitale Signalprozessoren. “Diese verursachen jedoch hohe Kosten und sind aufgrund des enormen Stromverbrauchs keine langfristig nachhaltige Lösung”, erklärt Michael Rothe, Leiter der Gruppe embedded AI am Fraunhofer IIS. Eine weitere Steigerung der Glasfaser-Datenraten stößt somit zunehmend an Grenzen. An einer Lösung forscht das EU-Projekt SpikeHERO. Die Projektpartner arbeiten an einer neuartigen KI-Prozessor-Architektur, die einen optischen und elektrischen Spiking-Neural-Network-Chip kombiniert. Die neuronalen Netze sollen den Kommunikationskanal kontinuierlich überwachen, die Signale analysieren und auftretende Störungen im Empfänger durch Steuerparameter korrigieren. Indem die Signalqualität aufrechterhalten wird, öffnen sich für Glasfasernetze wieder neue Spielräume, um die Datenraten zu erhöhen. Konkret peilt das Projekt an, die verwendete Bandbreite von 10 GHz auf 30 GHz zu steigern, während die Latenzen von 10 Mikrosekunden auf unter 6 Nanosekunden gedrückt werden. Zugleich soll auch der Energieverbrauch von 7-10 Watt auf 1-2 Watt sinken. Spiking Neural Networks (SNNs) gelten als vielversprechender Ansatz in der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz. Ihre Funktionsweise imitiert die Prinzipien des menschlichen Gehirns: Informationen werden in Form von Pulsen, sogenannten Spikes, verarbeitet – und zwar nur dann, wenn ein Ereignis eine kritische Relevanzschwelle überschritten hat. Dies macht SNNs interessant für alle KI-Anwendungen, in denen Echtzeitfähigkeit und Energieeffizienz miteinander in Einklang stehen müssen. In der Hardware-Entwicklung von SNN-Chips gibt es jedoch unterschiedliche Herangehensweisen. Während die Spikes in optischen Halbleitern durch Photonen übertragen werden, basieren die Pulse in den elektrischen Pendants auf Spannungen und Strömen. Beide Typen haben Vorteile, die in diesem Projekt miteinander verbunden werden sollen. Als elektrischer SNN-Chip kommt in SpikeHERO der am Fraunhofer IIS und Fraunhofer EMFT entwickelte SENNA-Chip zum Einsatz. www.iis.fraunhofer.de

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