11/25 23 www.net-im-web.de Wie man Phishing-Betrug erkennt Auch wenn Phishing immer raffinierter wird, weisen Kampagnen in der Regel mindestens ein Warnsignal auf. Einige der häufigsten Anzeichen für Phishing sind: • Dringlichkeit, Angst und andere Druckmittel: Nachrichten, die zu sofortigem Handeln drängen, um Konsequenzen zu vermeiden, sollen eine schnelle Antwort erzwingen. • Verdächtige Links: Nicht übereinstimmende Domains, verkürzte URLs und bösartige Websites, die durch Subdomains getarnt sind, sind gängige Tricks, um betrügerische Links zu verbergen. • Unerwartete Anhänge: Unaufgeforderte Dateien und Anhänge sollten Alarmglocken läuten lassen. • Unpassender Kontext: Anfragen, die nicht zum normalen Arbeitsablauf passen, wie z. B. die Aufforderung, Geld oder sensible Informationen preiszugeben, sind ein häufiges Kennzeichen von Phishing-Betrug. • Gefälschte Adressen: Durch subtile Rechtschreibfehler können Absender auf den ersten Blick legitim erscheinen. Die Schulung von Mitarbeitern im Erkennen dieser Indikatoren bleibt ein Eckpfeiler der Phishing-Abwehr, ist jedoch nur ein Teil des Puzzles. Um Phishing-Risiken wirksam zu mindern, sollten Unternehmen einen mehrschichtigen Ansatz priorisieren, der vor menschlichen Fehlern schützt. Phishing-Angriffe verhindern Phishing-Angriffe zielen eher auf Schwachstellen beim Menschen als auf technische Schwachstellen ab, was ihre Abwehr besonders schwierig macht – insbesondere wenn die Aufgaben einiger Mitarbeiter weitgehend darin bestehen, Nachrichten von unbekannten Absendern zu öffnen. Anstatt zu versuchen, alle Phishing-Nachrichten zu blockieren, konzen- trieren sich die wirksamsten Abwehrmaßnahmen darauf, erfolgreiche Phishing-Angriffe zu verhindern. Diese Strategien schützen ein Unternehmen vor Phishing-Betrug, selbst wenn ein Mitarbeiter versehentlich auf einen bösartigen Link oder Anhang klickt. Robuste MFA überall durchsetzen Selbst wenn eine Phishing-Kampagne erfolgreich Anmeldedaten stiehlt, sind diese für einen Angreifer nutzlos, wenn alle privilegierten Zugriffe und sensiblen Systeme durch Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt sind. Wichtig ist, dass nicht alle MFA-Ansätze gleich sind – einfache MFA-Strategien wie Textnachrichten oder Push-Benachrichtigungen können mit verschiedenen Formen von Phishing umgangen werden. Mikrosegmentierung implementieren Phishing ist oft der erste Schritt zu einer umfassenderen Sicherheitsverletzung – sobald sie sich Zugang verschafft haben, bewegen sich Angreifer lateral, um ihre Privilegien zu erweitern, Ransomware einzusetzen oder Daten zu exfiltrieren. Mikrosegmentierung verhindert laterale Bewegungen, indem sie jedes Asset in seiner eigenen sicheren Zone isoliert. Selbst wenn ein Phishing-Versuch erfolgreich ist und einen ersten Zugang ermöglicht, wird der Wirkungsradius des Angreifers durch die Mikrosegmentierung sofort eingedämmt. Sicherheitsbewusstsein schulen Da Angreifer ihre Köder mit KI immer weiter verfeinern und Multi-Channel-Betrugsmaschen entwickeln, bleiben Mitarbeiter eine wichtige Verteidigungslinie gegen Phishing. Regelmäßige, aktualisierte Schulungen helfen den Mitarbeitern, ein Bewusstsein für das Erkennen und Melden von Bedrohungen zu entwickeln. Angriffe automatisch neutralisieren Auch wenn Phishing an Umfang und Raffinesse zunimmt, können Angriffe mit mehrschichtigen Sicherheitskontrollen diese neutralisieren. Sie verhindern, dass PhishingVersuche zu Sicherheitsverletzungen führen. Bei automatisierter Mikrosegmentierung wird jede Ressource proaktiv isoliert, sodass Angreifer selbst dann, wenn ein Phishing-Betrug einen ersten Zugriff ermöglicht, keine seitlichen Bewegungen ausführen können. Just-in-Time-MFA auf Netzwerkebene zum Schutz privilegierter Zugriffe, älterer Anwendungen und sensibler Systeme kann verhindern, dass der Diebstahl von Anmeldedaten eskaliert. Hinzu kommt schließlich noch die adaptive Erstellung und Durchsetzung von Richtlinien. Durch die dynamische Weiterentwicklung von Regeln parallel zu Netzwerkänderungen lässt sich verhindern, dass Phishing-Angriffe unbekannte Sicherheitslücken ausnutzen. www.zeronetworks.com. Modellierte Schätzung der monatlichen Entwicklung von Phishing-Angriffen auf Unternehmen in Deutschland von November 2024 bis November 2025. Insgesamt lässt sich ein anhaltender Aufwärtstrend beobachten (Grafik: NET) Phishing-Attacken eindämmen
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