NET 12/2025

38 www.net-im-web.de 12/25 NETZE Power over Ethernet Die smarte Alternative zur klassischen Verkabelung Thomas Schwientek ist Senior Product Manager bei der Assmann Electronic GmbH Thomas Schwientek In der modernen Netzwerkplanung spielt nicht nur die Leistung eine Rolle – auch Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Flexibilität rücken zunehmend in den Fokus. Eine Technologie, die all diese Anforderungen vereint, ist Power over Ethernet (PoE). Sie ermöglicht es, Endgeräte wie Kameras, Access Points oder Sensoren über ein einziges Netzwerkkabel mit Strom und Daten zu versorgen – ganz ohne zusätzliche Stromleitungen. Doch was bedeutet das in der Praxis? Und wie schneidet PoE im Vergleich zur traditionellen Verkabelung ab? PoE überträgt Strom direkt über das EthernetKabel, also über dieselbe Leitung, die auch die Daten übermittelt. Das reduziert den Installationsaufwand drastisch, spart Material und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Platzierung von Geräten. Die Technologie basiert auf internationalen Standards wie IEEE 802.3af (bis 15,4 W), 802.3at (bis 30 W) und 802.3bt (bis zu 100 W). Damit ist PoE heute für eine Vielzahl leistungsstarker Anwendungen wie IP-Kameras, IoT-Geräte oder auch VoIP-Telefonie gerüstet. Für Elektriker bedeutet das: weniger Aufwand bei der Verkabelung, besonders in schwer zugänglichen Bereichen. USPs von PoE Im direkten Vergleich zeigt sich: Power over Ethernet bringt deutliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Verkabelung. Während bei traditionellen Installationen für jedes Gerät zwei Leitungen – eine für Daten, eine für Strom – erforderlich sind, genügt bei PoE ein einziges Netzwerkkabel. Das spart nicht nur Material, sondern auch Zeit bei der Verlegung. Dadurch reduziert sich auch die Installationszeit erheblich, da weder zusätzliche Steckdosen installiert noch separate Stromleitungen gezogen werden müssen. Gerade in schwer zugänglichen Bereichen wie Zwischendecken, Außenfassaden oder Hallen ist das ein enormer Vorteil. Auch bei der Platzierung von Geräten punktet PoE: Access Points, IPKameras oder Türsprechstellen lassen sich unabhängig von vorhandenen Stromanschlüssen genau dort montieren, wo sie gebraucht werden. Zudem sind sämtliche Endgeräte sofort per Plug & Play einsatzbereit. Dank modularer Switches, Injektoren und Extender sind PoE-Systeme darüber hinaus problemlos erweiterbar und damit Dank Power over Ethernet lassen sich Access Points, IP-Kameras oder Türsprechstellen unabhängig von vorhandenen Stromanschlüssen genau dort montieren, wo sie gebraucht werden (Foto: Assmann)

RkJQdWJsaXNoZXIy MjE2Mzk=