NET 3/2025
14 www.net-im-web.de 03/25 Wandel in der Telekommunikation und dateibasierten Datenverarbeitung hin zum Daten-Streaming in Echtzeit. Hierbei kann eine robuste, skalierbare und hybride DatenplattformUnternehmen generell davor bewahren, ins Hintertreffen zu geraten. Mit der passenden hybriden Plattform können sie die neuen Performance-Anforderungen an ihre Datenumgebungen und deren zu- nehmende Komplexität in Einklang bringen, während sich 5G-Anwendungen kontinuier- lich weiterentwickeln. Wenn Telekommunikationsan- bieter ihre Infrastruktur so skalieren, dass sie 5G-Netze unterstützt, sind die anfallenden Kosten ein ständiges Thema. Es gilt, eine Lösung zu finden, die gleichzeitig Platz für Wachstum schafft und die Infrastruktur- und Betriebskosten unter Kontrolle hält. Die riesigen Datenmengen, die über 5G-Netz- werke laufen, erfordern eine robuste und skalierbare Datenplattform. Unternehmen, die dabei nicht auf die richtige Datenarchi- tektur setzen, laufen Gefahr, langfristig in eine Kostenspirale zu geraten. Workloads richtig verteilen Da immer mehr Daten verarbeitet werden, müssen Netzbetreiber zunehmend hybride Data-Cloud-Architekturen einsetzen, um die Anforderungen verschiedenerWorkloads auszubalancieren. Netzwerkdaten, die in Hochgeschwindigkeit verarbeitet werden, lassen sich meist am besten On-Premises verwalten, wo die Telekommunikations- unternehmen eine höhere Kontrolle darüber haben. Es handelt sich dabei um vorherseh- bare, strukturierte Arbeitslasten mit hohem Volumen, die nicht von der dynamischen Skalierbarkeit von Public Clouds profitieren. Gleichzeitig bieten Public Clouds die Flexibi- lität und Skalierbarkeit, die für wechselhafte und weniger vorhersehbare Workloads wie Kundenanwendungen oder innovative KI- basierte Dienste erforderlich sind. Gleichzeitig muss die Verwaltung der Daten konform mit Regulierungen, Sicherheitsanforderungen und Gesetzen sein. Diese können festlegen, dass bestimmte Workloads oder bestimmte Datensätze eben nicht in einer Public Cloud gespeichert werden können. Im Laufe der Zeit, wenn Workloads wachsen oder schrumpfen und wenn sich Vorschriften, Datenschutzbe- stimmungen und Unternehmensrichtlinien weiterentwickeln, können neue Optionen verfügbar werden. Die Möglichkeit, flexibel Daten und Workloads von On-Premises in die Public Cloud, zwischen verschiedenen Public Clouds und zurück in das Rechen- zentrum zu verschieben, lässt sich in einer hybriden Umgebung bewerkstelligen. So ist sichergestellt, dass immer die beste Option für die aktuellen Anforderungen verfügbar ist. Die Verwaltung vonWorkloads in verschiedenenUmgebungen kann sehr kom- plex sein. Unternehmen benötigen Tools, um die Performance zu überwachen, die Verteilung von Workloads zu optimieren und die sichere Datenverwaltung sowohl On-Premises als auch in Cloud-Umgebun- gen sicherzustellen. Hier kommen hybride Datenplattformen ins Spiel, welcheTelekom- munikationsanbietern die Flexibilität bieten, Workloads nahtlos zwischen verschiedenen Umgebungen zu verschieben. So lassen sich die Kosten optimieren, während gleichzeitig eine hohe Performance und Skalierbarkeit gewährleistet ist. Proaktiv handeln dank KI Wie in vielen anderen Branchen auch, liegt die Zukunft der Telekommunikation in der KI und der Automatisierung. Zeit bei langen Entscheidungsprozessen zu verlieren, kann sich schnell negativ auf das Kundenerlebnis und die finanzielle Situation des Unterneh- mens auswirken. Wer jedoch Entscheidun- gen in Echtzeit oder sogar vorausschauend treffen kann, ist in der Lage, Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, bevor es zu ernsthaften Komplikationen kommt. Das Ziel von Telekommunika- tionsanbietern sind stabile Netze und zu- friedene Kunden. KI erkennt beispielsweise das Zusammenspiel externer Faktoren, die Netzausfälle begünstigen, wie dieWitterung oder Netzauslastung, und kann Ausfall- zeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Entsprechend trainierte Systeme können die Netzauslastung selbstständig verwalten und optimieren, so dass Telekommunikations- unternehmen fundierte Entscheidungen darüber treffen können, welcheTechnologie KI erkennt das Zusammenspiel externer Faktoren, die Netzausfälle begünstigen, wie die Witterung oder Netzauslastung, und kann Ausfallzeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren (Fotos: Gettyimages/Cloudera)
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