NET 3/2025

Kein Sondervermögen für den Glasfaserausbau Der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) begrüßt das geplante 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Investitionen in die Infrastruktur, sieht darin aber keine Lösung für eine Beschleunigung des Giga- bitausbaus. Die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen und die Telekommunikationsbranche im Speziellen benötigen dringend mehr Geschwindigkeit und weniger bürokratische Hürden. Der FRK fordert daher einen radikalen Bürokratieabbau mit Gigabitspeed, um Deutschland als Wirtschaftsstandort wett- bewerbs- und zukunftsfähig zu halten. Hierzu zählen vor allem die Verschlankung und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die konsequente Digitalisierung aller Verwaltungsprozesse. UmGenehmigungsverfahren deutlich zu verkürzen, wäre die Einrichtung eines sogenannten „One-Stop-Shop“ mit einem zuständigen Ansprechpartner mit Koordinationsaufgaben sinnvoll. Das bedeutete, dass an nur einer Stelle alle notwendigen Geneh- migungen eingeholt werden müssten. Das betrifft beispielsweise die Genehmigungen von Straßenbaulastträgern, Naturschutz- behörden und Denkmalschutzbehörden. Hierdurch würden die einzelnen behördlichen „Gänge“ deutlich verschlankt, da einem Antragsteller nur noch ein Ansprechpartner gegenüberstünde. www.kabelverband-frk.de Nächster Glasfaser Turbo für Millionen Mieter Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immo- bilienunternehmen und die Deutsche Telekom verstärken ihre Kooperation. Die Partner haben ihre bestehende Rahmenverein- barung inklusive Musterregelungen erweitert: Erstmals sind jetzt Kooperationen beim Bau von Glasfaser-Gebäudenetzen möglich, unabhängig davon, ob das jeweiligeWohnungsunternehmen selbst investiert oder die Telekom den kompletten Ausbau übernimmt. Mieter erhalten so unter anderem Zugang zu Internet, Telefon, TV und Telekom-Kundenservice. Über 40 weitere Telekommu- nikationsanbieter – darunter viele regionale – nutzen die Netze ebenfalls. Wohnungswirtschaft undTelekom legenWert auf einen offenen Zugang zu ihren Netzen (open access). Mit der neuen Vereinbarung werden die individuellen Glasfaserstrategien der Wohnungsunternehmen stärker einge- bunden. Glasfaser-Anschlüsse sollen so zum Standard werden. Unternehmen der Immobilienwirtschaft haben aufgrund der früheren Vereinbarung bereits über fünf MillionenWohnungsan- schlüsse bei der Telekom beauftragt. Die erweiterten Regelungen schaffen eine vertraglicheOption etwa fürWohnungsunternehmen, die selbst in den FTTH-Ausbau investieren oder über Glasfaser wohnungsnahe Dienste wie Telemetrie oder intelligentes Geb- äudemanagement ermöglichen wollen. www.telekom.de TRENDS & FAKTEN 03/25 9

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