NET 05/2025

27 www.net-im-web.de 05/25 triebssystems für Smart Cities. Er gibt ein Beispiel: „Durch Kameras in Bussen und Bahnen lässt sich genau erfassen, wie viele Sitz- und Stehplätze zu welchen Zeiten auf welchen Linien belegt sind. Die KI kann darauf basierend Empfehlungen zur Op- timierung des ÖPNV erarbeiten, die auch Ereignisse wie etwa Stadtfeste, Fußballspiele, Kulturveranstaltungen oder verkaufsoffene Sonntage berücksichtigen. Im Ergebnis führt das zu einer höheren ÖPNV-Akzep- tanz bei den Bürgern, einem zielgenaueren Personaleinsatz und Reduzierungen bei den Kosten und der Umweltbelastung.“ Betriebssystem mit Föderierter KI Nach Recherchen von dataMatters handelt es sich bei urbanOS um das weltweit erste Operating System, in das von Anfang an eine sogenannte Föderierte KI (Federa- ted Learning) integriert ist. Föderiertes Maschinelles Lernen bedeutet, dass ein KI-Modell über zahlreiche Geräte hinweg trainiert wird, ohne dass sensible Daten zentralisiert werden. Ebenfalls ein Novum: urbanOS setzt neben Federated Learning durchgängig auf sogenanntes Edge Computing. Das bedeutet, dass alle Daten bereits bei der Erfassung von jedwedem Personenbezug bereinigt werden. Beispiel: Kameras, die Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge zäh- len, umanhand der Ergebnisse dieVerkehrs- ströme zu optimieren, löschen bereits vor Ort alle Gesichter und Kfz-Kennzeichen. Es werden also keinerlei Informationen an den kommunalen Datenraum übertragen, die direkt oder indirekt Rückschlüsse auf Personen zulassen. „Entpersonalisierung der Daten am Punkt der Erfassung“ durch die Kom- bination aus Föderierter KI und Edge Computing nennt dataMatters dieses neue Paradigma des konzeptionell integrierten Datenschutzes. „Die Kommunen wollen eine Smart City, aber keine Überwachungs- stadt schaffen“, erklärt dataMatters-Ge- schäftsführer Dr. Daniel Trauth, „dem Schutz der sensiblen Daten der Bürge- rinnen und Bürger kommt daher höchste Priorität zu.“ Somit versteht es sich bei- nahe von selbst, dass alle Daten durchweg in Rechenzentren verarbeitet werden, die sich in Deutschland befinden und aus- schließlich dem deutschen Rechtssystem unterliegen. Eine Übertragung in auslän- dische Datenclouds findet nicht statt – ein wichtiger Aspekt angesichts des löcherigen Datenschutzes etwa in den USA, wo viele gängige Cloudanbieter ansässig sind. „Die viel geforderte Autarkie bei der Digitali- sierung ist bei urbanOS auf kommunaler Ebene rundum gewährleistet“, versichert Dr. Daniel Trauth. KI aus dem Smart-Kraftwerk Welche Künstliche Intelligenz im Rahmen von urbanOS zum Einsatz kommt, kann jede Gemeinde bzw. jede Stadt frei entschei- den. „Wir können jedes Large Language Modell anbinden“, zeigt sich Dr. Daniel Trauth flexibel. Ebenso liegt es im Ent- scheidungsbereich der städtischen Gremien – Gemeinde- bzw. Stadt- oder Landrat resp. (Ober-)Bürgermeister –, ob die KI in einem kommunalen Rechenzentrum betrieben werden soll oder extern über einen Cloudservice bezogen wird. Gleiches gilt für den Datenraum, in dem alle städ- tischen Informationen zusammenfließen, um zur KI-Auswertung bereitzustehen. „Bei Bedarf liefern wir Datenraum und Künstliche Intelligenz komplett mit“, sagt Dr. Daniel Trauth, „die Kommune bezieht in diesem Fall die gesamte Funktionalität einschließlich KI-Analysen von uns wie aus einemSmart-Kraftwerk.“ AufWunsch kann die Gemeinde Datenraum und KI-System aber auch eigenständig betreiben und nur das Betriebssystem von dataMatters für die „Smartisierung“ nutzen. Bereits heute schützt urbanOS alle gängigen KI-Modelle und IT-Systeme, so dass diese nahtlos an das kommunale Klassisch oder unsichtbar: Sie haben dieWahl! Der Langmatz GF-NVt L 3.0 ist das bewährte Multitalent für die Glasfasernetzverteilung – robust, flexibel, zukunfts- sicher. Abgerundet wird das Portfolio durch den revolutio- nären Unterflurverteiler EK881. Details auf unserer Webseite. www.langmatz.de Besuchen Sie uns auf der ANGA COM in Köln: Halle 8/C31

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