NET 05/2025

www.net-im-web.de 7 15. Gigabitgipfel Bereits zum 15. Mal trafen sich rund 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Land, Kommunen, Politik, Verbänden und Wirtschaft und tauschten sich auf demGigabitgipfel zum diesjäh- rigen Motto „Starke Netze durch Wachstum und Resilienz“ aus. Neben Mobilfunk- und Breitbandausbau wurde erstmals auch das Thema Rechenzentren behandelt. Während es für viele andere Branchen herausfordernde Zeiten sind, wächst die Digitalbranche kontinuierlich weiter. Im Jahr 2022 erwirtschaftete die hessische Digitalwirtschaft bereits mehr als 40Milliarden Euro Umsatz und beschäftigte im Jahr 2023 mehr als 130.000 Personen. Beim Breitband setze das Land nach wie vor auf das Motto „Markt vor Staat“ und hat dazu Einzelvereinbarungen mit den Telekommunikationsunternehmen geschlossen, um bis 2030 rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse bereitzustellen. Wo kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, investiert das Land zuverlässig. „Wir haben den Ausbau seit Dezember 2023 bislang mit mehr als 300 Millionen Euro gefördert. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden so 100.000 neue Glasfaseranschlüsse ges- chaffen“, so Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. Sie verwies auf die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren durch das von Hessen und Rheinland-Pfalz entwickelte Breit- band-Portal, mit dem sich volldigital Anträge auf Verlegung von Telekommunikationsleitungen stellen lassen. Auch beimMobilfunk hätten Bund und Länder bereits wichtige Schritte unternommen, um den Netzausbau zu bes- chleunigen: etwa durch die Anhebung der genehmigungsfreien Höhen bei Mobilfunkmasten und die Einführung einer Geneh- migungsfiktion. „Nach der frühzeitigen Erfüllung des letzten Mobilfunkpakts mit über 5.100 neuen oder modernisierten Mobilfunkstandorten bereiten wir aktuell in Hessen nicht nur eine Neuauflage der Mobilfunkvereinbarung vor, um den Ausbau weiterhin erfolgreich zu gestalten. Wir arbeiten zudem auch an ei- nemneuenGesetzesentwurf, umweitere Verfahrenserleichterungen voranzutreiben und die Genehmigungszeiten zu beschleunigen“, erklärte die Digitalministerin. ImRahmen des Ausbaus digitaler Infrastrukturen verwies Sinemus darauf, dass die Länder die Unterstützung durch den Bund benötigen. Daher drängte sie auf eine schnellstmögliche Einführung eines wirksamen Beschleunigungsgesetzes, in dem das uneingeschränkte überragende öffentliche Interesse für den Mobilfunk- und Festnetzausbau festgelegt werden müsse. „Wir wollen den ländlichen Raum als Zukunftsraum entwickeln. Dazu ist demNetzausbau Vorrang bei der Abwägung der unterschiedli- chen Interessen einzuräumen, sonst ist eine echte Flächendeck- ung insbesondere in Wald- oder Naturschutzgebieten nicht zu erreichen.“ Homeoffice gerät unter Druck Arbeiten von zu Hause oder Anwesenheitspflicht imBüro?Wie sieht eine vernünftige Mischung aus beiden Modellen aus? An diesen Fragen scheiden sich in der deutschen Wirtschaft die Geister, wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage ergab. 58 Prozent der Unternehmen ermöglichen mobiles Arbeiten wie Homeoffice zumindest für einen Teil der Belegschaft. Ein Fünftel (20 Prozent) hat früher Homeoffice angeboten, tut dies heute aber nicht mehr. Bei ebenso vielen (20 Prozent) gab es noch nie die Möglichkeit zu Homeoffice. In größeren Unternehmen ist Homeoffice dagegen weiter stark verbreitet. So bieten 71 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten mobiles Arbeiten an, in der Größenordnung ab 500 Beschäftigten sind es 74 Prozent. In den kommendenMonaten könnten die Zahlen aber weiter sinken. 15 Prozent aller Unterneh- men, die aktuell noch Homeoffice anbieten, wollen die Möglichkeit reduzieren, 5 Prozent sogar ganz abschaffen. In 30 Prozent wurde Homeoffice im vergangenen Jahr bereits zurückgefahren. Knapp die Hälfte (45 Prozent) will an ihrer bestehenden Homeoffice-Regelung dagegen nichts ändern, 3 Prozent wollen das Homeoffice sogar ausbauen. www.bitkom.org TRENDS & FAK T EN Highspeed-Tarife über das Eurofiber-Netz Die Eurofiber Netz GmbH und die PŸUR Vertrieb & Service GmbH haben einen Rahmenvertrag für eineWholebuy-Kooper- ation unterzeichnet. In den nächsten Monaten werden alle tech- nischenVoraussetzungen geschaffen, damit über das leistungsstarke Glasfasernetz von Eurofiber noch mehr Berliner Haushalte die Angebote von PŸUR nutzen können. Mehr als 500.000Haushalte und Unternehmen werden durch Eurofiber in den kommenden Jahren Zugang zu FTTB-/FTTH-Glasfaseranschlüssen erhalten. Die Kooperation ermöglicht den Berlinern einen noch attrakti- veren Zugang zu leistungsstarken Internetanschlüssen auf Basis moderner und zukunftssicherer Glasfaser-Technologie. Eurofiber ist der ersteWholebuy-Partner von PŸUR. „Mit der Ausweitung unseres Vermarktungsgebiets auf das Eurofiber Glasfasernetz werden zukünftig noch mehr Berliner Zugang zu den besten Internet- und Kombiangeboten Deutschlands haben“, sagt Stephan Kalleder, Senior Director Products & Growth bei PŸUR. Chris Bakx, CEO bei Eurofiber Netz GmbH: „PŸUR und Eurofiber eint ein Ziel: DenMenschen in Berlin echten Glasfaser- zugang zu ermöglichen. Gemeinsambringen wir Geschwindigkeit, Stabilität und Wahlfreiheit dorthin, wo sie gebraucht werden." Hohe Download- undUpload-Geschwindigkeiten sindGrundlage für das effektive Arbeiten im Home-Office. www.telecolumbus.com 05/25

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