NET 04/2026

17 www.net-im-web.de 04/2026 in den Bereichen Cloud und Security jüngst noch stärker aufgestellt. 4 Ja, aber nur mit der richtigen Architektur und dem richtigen Partner. Datenhoheit bedeutet: die Kontrolle über den Speicherort, über den Zugriff und über die zuständige Jurisdiktion. Das lässt sich durch verschlüsselte Übertragung, ZeroTrust-Architekturen und klare Regelungen sicherstellen. Cloud-Provider müssen darlegen, wo Daten gespeichert werden und welchem Recht sie unterliegen. IONOS etwa garantiert die DSGVO-konforme Verarbeitung in europäischen Rechenzentren. Datenhoheit und globale Verfügbarkeit – passt das? 1 Es ist nicht nur möglich, die Kontrolle über die Daten zu behalten – es ist unerlässlich zu wissen, wo sie sich befinden und wer Zugriff darauf hat. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit müssen Unternehmen ihre Daten und ihre Geschäftsprozesse schützen sowie Compliance- und Governance-Anforderungen erfüllen. Das Risiko von Dienstunterbrechungen erhöht die Bedeutung der Datensouveränität und dass Unternehmen einen Plan haben, damit umzugehen. 2 Ja, sofern Unternehmen Datenflüsse technisch beherrschbar halten. Datenhoheit lebt von der Transparenz im laufenden Verkehr: mit klaren Zugriffskonzepten, definierten Speicherorten, Verschlüsselung und passiven Schnittstellen wie TAP-, Splitter- oder Breakout-Modulen, die Traffic verlustfrei auskoppeln, verteilen und analysierbar machen. 3 Ja, aber es erfordert klare Regeln und technische Lösungen. Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und europäische Speicherorte sind zentral. Unsere Netze unterstützen genau das: Wir bieten sichere Verbindungen mit transparenten Datenwegen. Unternehmen behalten so die Kontrolle, auch wenn Daten international fließen. Und mit der Übernahme des Cloud-Anbieters Skaylink haben wir uns als Unternehmen ?Wie könnten oder müssten Speicherlösungen aussehen, um die künftigen Datenmengen zu verwalten und vor Fremdzugriffen zu schützen? 1 Da das Datenwachstum seinen rasanten Aufwärtstrend fortsetzt, ist es unerlässlich, unerwartete Sprünge im Datenvolumen zu bewältigen. „As-a-Service“ ist hier der beste Ansatz – in Form einer Lösung, die ein echter „Service“ ist, der durch leistungsstarke SLAs abgesichert ist. In Bezug auf die Sicherheit ist ein mehrschichtiger Ansatz unerlässlich, um ein Unternehmen zu schützen und es im Falle eines Angriffs wieder betriebsbereit zu machen. 2 Künftige Speicherumgebungen brauchen skalierbare, hochverfügbare und sichere Netzwerkarchitekturen. Entscheidend sind Spine-Leaf-Topologien, Segmentierung, Redundanz und permanente Analyse des Datenverkehrs. Wenn sich relevante Ströme gezielt ausleiten und durch Packet Broker vorfiltern lassen, sinken Last und Energiebedarf, während Schutz und Steuerbarkeit steigen. 3 Speicherlösungen brauchen drei Dinge: Skalierbarkeit, Sicherheit und Souveränität. Hybride Modelle mit lokalen und Cloud-Komponenten werden Standard. Als Netzbetreiber sorgen wir dafür, dass Daten sicher zwischen diesen Systemen fließen. Moderne Mobilfunknetze wie 5G und zukünftig auch 6G eröffnen dabei neue Wege: Edge-Computing beispielsweise kann Verarbeitung näher zum Nutzer bringen – das kann zentrale Rechenzentren entlasten und verkürzt Latenzzeiten. 4 Speicherlösungen der Zukunft brauchen ein neues Fundament: Compliance by Design, nicht Compliance by Effort. Das bedeutet: Daten werden standardmäßig verschlüsselt gespeichert, Schlüssel bleiben beim Kunden, Speicherorte sind transparent und vertraglich garantiert innerhalb der EU. Multi-Cloud-Strategien mit europäischen Providern sorgen für Vendor-Lock-inVermeidung und erhöhen Resilienz. Und Interoperabilität nach offenen Standards ermöglicht Datenmobilität ohne Souveränitätsverlust. Die Fragen stellte Bernhard Reimann, Chefredakteur der NET 2 Elmar Herwig, Senior Sales Consultant Enterprise bei tde – trans data elektronik 3 Marc Hölzer, Bereichsleiter Netz-Entwicklung bei Vodafone Deutschland 4 Uwe Geier, Senior Director Cloud Solutions bei Ionos

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