46 www.net-im-web.de 04/2026 Wachsende Anforderungen in der Cybersicherheit dungen und Sicherheitsanforderungen ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Ohne eine neue Struktur wäre das nicht mehr beherrschbar gewesen“, erklärt Sami Kteiche, Executive Manager Operations Command bei OEDIV. Seit vielen Jahren sichert das Unternehmen mit einem 24/7-Leitstand das Monitoring von Rechenzentren sowie komplexen IT- und Applikationslandschaften. Neben klassischer IT-Überwachung gehören heute auch Gebäudeleittechnik, physische Sicherheit sowie Analyse und Behebung von Incidents zum täglichen Betrieb. Mit rund 12.000 Vorfällen pro Jahr und einer Erstlösungsquote von etwa 86 Prozent ist der Leitstand das operative Herzstück des Unternehmens. Mit wachsender Kundenzahl, steigender Systemvielfalt und der Einführung eines Security-OperationsCenters nahm auch die Komplexität der IT- und Sicherheitslandschaft deutlich zu. Die Zahl der Monitore stieg, Bedienkonzepte wurden vielfältiger. Mit der wachsenden Systemvielfalt erhöhte sich das Risiko von Informationsüberlastung und Reaktionsverzögerungen. Zugleich rückten ergonomische Aspekte stärker in den Fokus, um dieser Entwicklung gezielt entgegenzuwirken. Leitstandbetrieb neu gedacht Ziel von OEDIV war es, den Leitstand nicht nur technisch zu modernisieren, sondern strategisch neu aufzustellen. Ein zentraler Anspruch bestand darin, den klassischen IT-Leitstand und das SecurityOperations-Center nicht länger getrennt zu betreiben. Stattdessen sollten beide Aufgabenbereiche in einem gemeinsamen Team und einer integrierten Leitstandstruktur gebündelt werden. Darüber hinaus sollte die neue Lösung konsequent auf den 24/7-Betrieb ausgelegt sein und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Eine klare, zentrale Übersicht über alle relevanten Systeme war ebenso gefordert wie eine deutliche Reduktion des Bedienaufwands. Insbesondere die Vielzahl an Einzelmonitoren wurde als Ursache für Unübersichtlichkeit und potenzielle Fehlerquellen identifiziert. Trotz wachsender Komplexität sollte der Leitstand besseren Überblick gewährleisten, schnellere Reaktionen ermöglichen und gleichzeitig Ergonomie sowie Nutzerfreundlichkeit erhöhen. Dafür wurden zwei klar definierte Hightech-Bereiche geschaffen: Leitstand und Security-Operations-Center – mit jeweils eigener Videowall sowie einem Teamleiterarbeitsplatz und einem ergänzenden Besprechungsraum. Ein weiterer Fokus lag auf dem Nachhaltigkeits-Aspekt. Die neue Leitstandumgebung ist skalierbar ausgelegt und unterstützt perspektivisch auch zusätzliche Aufgaben wie den Ausbau des SOC, ein mögliches Network-Operations-Center, aber auch Themen wie Automatisierung und KI. Als IT-Dienstleister versteht OEDIV den Leitstand zugleich als hochwertige Arbeitsumgebung und als sichtbares Aushängeschild des Unternehmens. Das attraktive Arbeitsumfeld soll die Motivation des Teams stärken und die Gewinnung neuer Mitarbeitender erleichtern. Schlüssel für Entscheidungen Bereits seit über einem Jahrzehnt arbeitet OEDIV mit der Jungmann Systemtechnik aus Hamburg/Neu Wulmstorf zusammen. Diese Erfahrung spielte auch bei der Entscheidung für den neuen Leitstand eine zentrale Rolle. Neben der hohen technischen Qualität waren insbesondere der Service, die persönliche Erreichbarkeit und die innovative Weiterentwicklung vorhandener Lösungen entscheidend für die weitere Zusammenarbeit. Zu den wesentlichen Argumenten zählte die Möglichkeit, der zunehmenden Tool- und Quellenvielfalt mit klaren Visualisierungskonzepten zu begegnen. Statt immer mehr Monitore einzusetzen, wollte OEDIV die vorhandene Fläche effizienter nutzen. Jungmann konnte hierfür konkrete Lösungen aufzeigen, um Übersichtlichkeit und Ergonomie deutlich zu optimieren. Der neue Jungmann-Leitstand bietet eine deutlich optimierte Übersicht der Monitoring-Prozesse und verfügt über eine verbesserte Ergonomie und Funktionalität (Foto: Jungmann Systemtechnik)
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