Die Bilanz für den Netzausbau 2021 steht voll im Zeichen von 5G und Glasfaser. Die Telekom hat in den vergangenen zwölf Monaten 1,2 Millionen neue FTTH-Anschlüsse (Fiber to the home) ermöglicht.

Das sind doppelt so viele Haushalte wie im vergangenen Jahr. 2022 will das Unternehmen die Schlagzahl weiter erhöhen und plant mit zwei Millionen neuen FTTH-Anschlüssen. Das Rekordtempo beim Ausbau zeigt sich auch im Mobilfunk: Mit 5G funken mittlerweile über 63.000 Antennen. 90 Prozent der Menschen in Deutschland können die neueste Mobilfunk-Generation jetzt nutzen.

Das verbrauchte Datenvolumen ist auch 2021 deutlich angestiegen. Die Telekom arbeitet deshalb rund um die Uhr an der Weiterentwicklung ihrer Netze. Im Festnetz lag das Volumen in diesem Jahr etwa 15 Prozent über 2020. Ähnliche Steigerungen gab es im Mobilfunk: Hier gingen im abgelaufenen Jahr 1,83 Milliarden Gigabyte durchs Netz. 2020 waren es noch 1,625 Milliarden Gigabyte. Die Top 3 beim Datenverbrauch im Mobilfunknetz der Telekom waren YouTube, Instagram und Facebook.

Ausbau im Festnetz

Allein in diesem Jahr verlegte die Telekom bundesweit mehr als 70.000 Kilometer Glasfaser. Insgesamt umfasst das Glasfaser-Netz der Telekom damit mehr als 650.000 Kilometer. Mit dem Ausbau in 2021 können nun insgesamt mehr als drei Millionen Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen. Bis 2024 will die Telekom insgesamt zehn Millionen Haushalte mit Glasfaser anbinden. Ein Anschluss mit bis zu 100 MBit/s ist aktuell für 34,4 Millionen Haushalte verfügbar.

Ein Schwerpunkt beim Ausbau liegt auf den ländlichen Raum. Ziel der Telekom ist es, bis 2030 in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse zu bauen. Um den Ausbau auf dem Land noch stärker zu pushen, hat die Telekom das Joint Venture GlasfaserPlus mit dem australischen Investor IFM gegründet. Damit soll weiteren vier Millionen Haushalten auf dem Land ein Glasfaser-Anschluss ermöglicht werden.

Der Eigenausbau steht nach wie vor im Fokus des Glasfaser-Ausbaus. Bis 2030 will die Telekom mehr als 30 Milliarden Euro allein für den Glasfaserausbau in Deutschland investieren. Wo immer es sinnvoll und nachhaltig ist, setzt das Unternehmen auch auf Kooperationen. Dabei bietet es zum einen Partnern ihr Breitbandnetz zur Nutzung an (Wholesale). Auf der anderen Seite kooperiert die Telekom auch mit anderen Anbietern, um ihre Produkte auf Netzen anderer Unternehmen anzubieten (Wholebuy). 

Ausbau im Mobilfunk

5G ist im Netz der Telekom quasi Normalität. 74 Millionen Menschen in Deutschland können es nutzen. Auf dem ultraschnellen 3,6 Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar. Über 3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten bringen Highspeed-5G zu immer mehr Menschen. Die Telekom hat außerdem alle Antennen im 3,6 Gigahertz-Band technisch für 5G Standalone aufgerüstet. Sie sind parallel sowohl an das bereits bestehende Kernnetz, sowie an das neue 5G Standalone Kernnetz angebunden. Diese Technologie bildet die nächste Stufe von 5G. Sie ermöglicht eine minimale Reaktionszeit von unter 10 Millisekunden und Innovationen wie Network Slicing.

Auch LTE wird weiter ausgebaut. So deckt die 4G jetzt 99% aller Haushalte ab. Mit 3G ist Ende Juni 2021 eine alte Technologie in den Ruhestand gegangen. Die frei gewordenen Frequenzen setzt die Telekom nun für die wesentlich leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G ein. So haben Nutzer*innen mehr Kapazität und mehr Geschwindigkeit beim mobilen Surfen. Die eigentliche 3G-Abschaltung von 22.000 Antennen hat gerade einmal 29 Minuten gedauert und verlief dank der guten Vorbereitungen für die Kund*innen völlig geräuschlos.

Entlang der Bahnstrecken sollen die Qualität und die Leistungsfähigkeit des Mobilfunks weiter steigen. Alle zweieinhalb Tage hat die Telekom in 2021 an der Schiene einen neuen Mobilfunkstandort gebaut. Ziel ist es, dass Fahrgäste bis 2026 auf allen Strecken ohne Unterbrechung im Netz der Telekom telefonieren und surfen können.

Glasfaser für Hochwassergebiete

Eine besondere Herausforderung in 2021 waren die Schäden an der Infrastruktur in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Das Festnetz wurde häufig so schwer zerstört, dass ein Neuausbau notwendig ist. In stark betroffenen Ortsteilen setzt die Telekom dabei direkt auf FTTH. Erste Kund*innen in Schleiden in der Eifel erhielten ihren Glasfaseranschluss bereits in diesem Jahr. Auch in anderen Kommunen ist der Spatenstich erfolgt. 2022 wird die Telekom in den Hochwassergebieten insgesamt rund 40.000 Haushalte und Unternehmen direkt mit Glasfaser anschließen. Im Jahr darauf sollen allein in den betroffenen NRW-Kommunen weitere 25.000 FTTH-Anschlüsse hinzukommen.

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