NET 11/2025

39 www.net-im-web.de 11/25 längere Lebenszeit als Betonschächte auf.“ NET: Wie wirken sich die Vorteile auf Bestandsgebiete aus? L. Fischer: „In bestehenden Wohn- oder Gewerbegebieten ist jede Baumaßnahme aufwendig. Und hier bieten wir eine besondere Lösung: Unsere Kunststoffkabelschächte lassen sich mit diversen Rahmenelementen vorkonfigurieren, so dass sich im unteren Bereich des Kabelschachts bereits Auslassungen befinden. So können die Monteure – meist reichen zwei Personen, um den Schacht in die Baugrube zu heben – den Kabelschacht einfach über bereits im Boden liegende Rohre setzen, ohne dass jemand mit schwerem Gerät den Schachtkorpus anpassen oder eine schwere Bodenplatte unterheben muss – wie etwa bei Betonschächten.“ NET: Und wie sieht es mit der Anpassungsfähigkeit auf der Baustelle aus? L. Fischer: „Unsere Schächte sind modular aufgebaut und in lichten Weiten von 140 bis 2.200 Millimetern in zahlreichen Varianten erhältlich. Sollbruchstellen, die mit einem Hammerschlag geöffnet werden können, ermöglichen flexible Kabeldurchführungen. Auch hier müssen keine schweren Maschinen eingesetzt werden, um einen Einlass anzupassen. In Summe spart dies alles Zeit, minimiert Eingriffe in die Infrastruktur und beschleunigt den Anschluss der letzten Meter.“ NET: Welche Bedeutung haben solche Lösungen für die Gigabitstrategie der Bundesregierung? L. Fischer: „Bis 2030 soll Glasfaser flächendeckend verfügbar sein. Technische Innovationen wie unsere Kunststoffschächte sind entscheidend, um dieses Ziel realistisch zu erreichen. Sie erhöhen die Effizienz auf der Baustelle, reduzieren die Abhängigkeit von knappen Tiefbaukapazitäten und erleichtern die Umsetzung selbst in schwierigen Bestandsgebieten.“ NET: Was wünschen Sie sich von Politik und Branche? L. Fischer: „Investitionssicherheit, Offenheit für Innovationen und die Bereitschaft, neue Materialien einzusetzen. Unsere Lösungen sind seit mehr als drei Jahrzehnten in der Praxis erprobt – genutzt werden sie von Netzbetreibern, Tiefbauunternehmen und Kommunen. Nur wenn wir gemeinsam Tempo machen, kann der Glasfaserausbau den Rückstand aufholen.“ Herr Fischer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. www.langmatz.de In der großen Spritzguss-Halle im Werk Oberau prüfen die beiden Geschäftsführer Ludwig Fischer und Dieter Mitterer (von links) eine aktuelle Produktion von Kunststoffteilen für Kabelschächte (Foto: Langmatz) Ludwig Fischer und Dieter Mitterer (von links) beim letzten Check: Im Logistikzentrum von Langmatz warten fertig montierte Kunststoffkabelschächte auf die Auslieferung an Kunden weltweit (Foto: Langmatz) Schneller ans Haus

RkJQdWJsaXNoZXIy MjE2Mzk=