NET 12/2025

30 www.net-im-web.de 12/25 GEBÄUDETECHNIK Markus Grau KI und generative KI haben die Grenzen des Datenwachstums und der Datenhoheit dramatisch neu definiert und damit einen grundlegenden Wandel in der Technologiebranche ausgelöst. Unabhängig davon, ob man Moores Law oder Jevons Paradoxon betrachtet – wenn es um Datenwachstum geht, steigt es massiv an. FOMO (Fear of missing out), also die Angst, etwas zu verpassen, treibt Entscheidungen rund um künstliche Intelligenz voran. LLMs sind allgegenwärtig und über Suchmaschinen und AppStores für alle verfügbar – und der einzige Trend lautet: mehr. Markus Grau ist Enterprise Architect im CTO-Office bei Pure Storage Weniger ist mehr Die Energieherausforderung im IT-Bereich meistern Höhere Kapazitäten für Rechenzentren erfordern mehr Strom, doch die Energieverfügbarkeit nimmt ab. Da stetig mehr Wohnraum entsteht, immer mehr digital-first Unternehmen entstehen und immer mehr Menschen KI und GenAI nutzen, wird der Strom- und Datenspeicherbedarf beider Bereiche weiter steigen. Dies führt zu einer Zwickmühle, sowohl für die Technologiebranche, die versucht, die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen, als auch für die Regierungen, die die Energieversorgung für Haushalte und Unternehmen sicherstellen müssen. Wie können beide Seiten das bekommen, was sie brauchen, um diese Anforderungen zu erfüllen? Woher kommt die Energie? Woher kommt die Energie, die Rechenzentren versorgt? Es gibt drei Energiequellen: erstens erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Wasser, zweitens Kernenergie und drittens fossile Brennstoffe. Die Energie wird erzeugt, in das Stromnetz eingespeist, zu Umspannwerken transportiert und dann an Haushalte und Unternehmen verteilt. Die Energie von der Erzeugungsquelle zum Endverbraucher zu transportieren, ist ein sehr komplexer und kostspieliger Prozess. Die Stromnetze in Europa sind 30 bis 80 Jahre alt und für den Verbrauch im 20. Jahrhundert ausgelegt. Stromnetze sind ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Technologien. Heute können die Netze je nach Lage der tatsächlichen Quelle eine Länge von bis zu 1.500 bis 2.500 Kilometern erreichen. Zunehmend werden diese Netze über internationale Grenzen hinweg verbunLaut IEA werden rund zwei Prozent der weltweiten Energieerzeugung von Rechenzentren und Übertragungsnetzen verbraucht – mit steigender Tendenz (Foto: Cookiecutter, Pexels)

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