www.net-im-web.de 33 12/25 NETZE Unsichtbare Risiken in der KI-Transformation Betriebsblindheit bremst den Fortschritt aus Alex Rumble ist AI Ambassador und CMO bei HTEC Alex Rumble Ehrgeizige KI-Initiativen gibt es in jedem Unternehmen, das auf dem Markt relevant bleiben will. Doch warum entfalten viele von ihnen ihr Potenzial nicht vollständig? Die Gründe dafür liegen weniger in der Technologie selbst, sondern in einer generellen Betriebsblindheit und einer unklaren Vorstellung davon, wie KI einen echten Mehrwert liefern kann. Die gute Nachricht: Wer die verborgenen Schwachstellen erkennt und konsequent beseitigt, optimiert nicht nur Prozesse, sondern steigert auch Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit massiv. „Alle nutzen KI – also brauchen wir es jetzt auch.“ Mit dieser Ansage treiben nicht wenige Vorstände ihre Unternehmen in groß angelegte technologische Offensiven. Für die zuständigen Mitarbeitenden bedeutet das eine enorme Herausforderung, allerdings holt die Realität aber auch das C-Level in den meisten Fällen schnell ein: Die Datenbasis ist lückenhaft, Fachabteilungen arbeiten im Silo, Mitarbeitende wissen nicht, was KI für ihre tägliche Arbeit bedeutet. Die logische Folge: Unsicherheit und Berührungsängste mit neuen Technologien. Auch wenn durch die Einführung von neuen Lösungen nach außen hin eine Aufbruchsstimmung entsteht, treten intern die Probleme meist schneller auf als die erhofften Vorteile. Werden KPIs nicht erreicht oder bleibt die versprochene Entlastung durch neue Tools aus, entstehen Frustration und ein Gefühl des Stillstands. Der Grund dafür liegt selten in der Technologie – sondern meist in einem Missverständnis darüber, wie KI tatsächlich in Organisationen wirkt. Woher die Blindheit kommt Der mit „Betriebsblindheit“ etwas sperrig zu übersetzende Begriff der „Operational Blindness“ beschreibt die für das Unternehmen schwer zu erkennenden strukturellen Schwächen, die der Einsatz von KI aufzeigt. Ein zentrale Hürde ist dabei die fast immer vorliegende Zersplitterung der Datenlandschaft. In vielen Unternehmen liegen wichtige Informationen in verschiedensten Formaten über Abteilungen und Systeme verstreut. Für klassische Business-Prozesse war das noch handhabbar, für eine KI-basierte Transformation wird es allerdings zum Problem – denn ein Algorithmus kann nur so gut sein wie die Daten, die er verBlinde Flecken im eigenen Unternehmen verhindern erfolgreiche KI-Transformationen. Abhilfe schaffen externe Partner, geschultes Personal und die passende Kultur (Foto: HTEC/Pexels)
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