NET September 2025

37 www.net-im-web.de 09/25 Klassisch oder unsichtbar: Sie haben die Wahl! Der Langmatz GF-NVt L 3.0 ist das bewährte Multitalent für die Glasfasernetzverteilung – robust, flexibel, zukunftssicher. Abgerundet wird das Portfolio durch den revolutionären Unterflurverteiler EK881. Details auf unserer Webseite. www.langmatz.de sollte. Wir stehen bereit, an einer Lösung mitzuarbeiten, die die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt. Die aktuelle Strategie der Deutschen Telekom, sich einer konstruktiven Debatte zu entziehen und stattdessen mit neuen HybridTarifen die Lebensdauer ihrer Kupferkabel zu verlängern, ist ein Bremsklotz für den schnellen Glasfaserausbau.” Eine geplante Gesetzesinitiative des Bundesdigitalministeriums für mehr Investitionssicherheit und Beschleunigung statt weiterer Risiken und Bürokratie verspricht neue Impulse. In einem Eckpunktepapier hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung zuletzt Vorschläge für Anpassungen des Telekommunikationsgesetzes gemacht. Der BREKO begrüßt diesen Vorstoß, sieht aber bei einigen Punkten noch Verbesserungsbedarf. Aus Sicht des BREKO ist es richtig, dass das Ministerium dem Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern eine hohe Priorität einräumt und diesen unterstützen möchte. In der BREKO Marktanalyse geben 71 Prozent der befragten Netzbetreiber an, dass eine höhere Kooperationsbereitschaft von Eigentümern, Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften den Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern erleichtern würde. BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers: „Beim geplanten Recht auf einen GlasfaserVollausbau muss sichergestellt sein, dass die bestehende Überbau-Problematik nicht von der Straße in die Gebäude verlängert wird. Der Vorschlag des Digitalministeriums, bei der Glasfaser-Gebäudeverkabelung Mitnutzungsansprüche anderer Anbieter zu regulierten Entgelten einzuführen, würde zu einem erheblichen Investitionsrisiko führen und sollte deshalb schnell wieder ad acta gelegt werden.“ Aus Sicht des BREKO könnte die geplante Einführung eines Anzeigeverfahrens die bislang häufig langwierigen und komplexen Genehmigungsprozesse im Sinne einer Entlastung von Behörden und Unternehmen erheblich beschleunigen. Wichtig ist, dieses Instrument praxistauglich zu gestalten und nicht mit bürokratischen Vorgaben zu überfrachten. Glasfaser-Ländervergleich Beim Blick auf die Glasfaser-Ausbauzahlen der Bundesländer wird deutlich, dass der Norden weiter spitze ist. So beträgt die Glasfaserausbauquote in Schleswig-Holstein 92,7 Prozent, gefolgt von Hamburg (90,8 Prozent), Bremen (79,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (70,1 Prozent). Den größten Zuwachs unter den Flächenländern schaffen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 19,2 bzw.15,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Glasfaseranschlussquote liegen SchleswigHolstein (64,9 Prozent), Brandenburg (47,4 Prozent), Hamburg (47,3 Prozent) und Hessen (35,9 Prozent) vorn. Netzbetreiber investieren Derweil wird für die Netzbetreiber der Schutz vor Cyberangriffen immer relevanter. Drei von vier Unternehmen (77 Prozent) setzen derzeit Maßnahmen für mehr Cybersicherheit um. Die dabei am meisten getroffenen Maßnahmen sind das Monitoring (86 Prozent) sowie Sicherheits- und Awareness-Schulungen für Mitarbeitende (85 Prozent). Mehr als zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) haben in den letzten zwei Jahren ihr IT-Budget erhöht, um die Sicherheit der Netze zu gewährleisten. 38 Prozent haben zusätzliches Personal eingestellt. Albers: „Die Netzbetreiber haben eine große Verantwortung, da stabile Datenverbindungen in vielen Bereichen überlebenswichtig sind. Insbesondere auch mit Blick auf die geopolitische Lage investieren Telekommunikationsunternehmen immer stärker in IT- und Netzsicherheit.“ www.brekoverband.de

RkJQdWJsaXNoZXIy MjE2Mzk=