www.net-im-web.de 26 04/2026 KI, IoT und Automatisierung Die ersten Schritte Wichtig ist zunächst, die eigenen Geschäftsprozesse zu analysieren und konkrete Ziele und Wertschöpfungspotenziale zu formulieren, die mit der KI-Einführung erreicht werden sollen. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Geschäftsführung die eigenen Mitarbeiter eng in diesen Prozess miteinbezieht, um die größten Herausforderungen und Aufwandstreiber im Arbeitsalltag zu eruieren und im nächsten Schritt zu klären, ob KI die Belegschaft hierbei sinnvoll unterstützen kann. So lassen sich realitätsnah echte Mehrwerte als Geschäftsziele definieren, die auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sind. Pilotprojekt setzen. Nach Definition der Ziele und Herausforderungen, sollten Unternehmen ein Pilotprojekt setzen, das relativ einfach realisierbar und ausbaufähig ist. Hierfür bieten sich zum Beispiel Themen an, die der Belegschaft effektive Arbeitserleichterungen bei repetitiven, mühsamen und fehleranfälligen Prozessen ermöglicht. Dies sorgt zugleich dafür, dass die Mitarbeiter aktiv in die KI-Implementierung eingebunden sind und die Vorteile in ihrem Arbeitsalltag spüren. Professionelle Unterstützung. Für die KI-Einführung sollten Unternehmen bei der Wahl ihres Dienstleisters darauf achten, dass er nicht nur fundiertes technisches Know-how mitbringt, sondern sich auch mit ihren speziellen Branchenanforderungen im Industriebereich sehr gut auskennt. Ein professioneller Dienstleister begleitet das Unternehmen über den gesamten Transformationsprozess, unterstützt hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen, der organisatorischen Vorbereitung und entwickelt und implementiert in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen individuell zugeschnittene Lösungen. Rechtliche Rahmenbedingungen. Zu den zentralen Anforderungen an eine KILösung gehören Sicherheit, Compliance und Datenschutz. Unternehmen müssen daher prüfen, wie ihr KI-System nach dem EU AI Act kategorisiert und reguliert ist und entsprechende Maßnahmen treffen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Der EU AI Act sieht dabei umfangreiche Dokumentations-, Monitoring- und Risikobewertungspflichten vor. Zudem muss Unternehmen bewusst sein, dass sie für KI-Entscheidungen haften. Ebenfalls muss auf die Handhabung der gesammelten Daten als Grundlage für KI-Analysen geachtet werden, damit diese DSGVO-konform gespeichert und verwendet werden. Dies schließt die Einwilligung möglicher betroffener Personen sowie Anforderungen an die Zweckbindung und Datenminimierung mit ein. Darüber hinaus müssen Unternehmen sicherstellen, dass die genutzten Daten nicht gegen das Urheberrecht verstoßen. Organisatorische Voraussetzungen. Zur Vorbereitung des geplanten KI-Projekts müssen Unternehmen entsprechende organisatorische Vorbereitungen treffen. Hierzu zählen die Definition einer KI-Strategie und Governance mit klaren Richtlinien und Verantwortlichkeiten für das Projekt. Da KI Abläufe und Rollen verändert, bedarf es der Anpassung der entsprechenden Prozesse. Darüber hinaus ist es entscheidend, eine qualitativ hochwertige Datengrundlage zu schaffen, die aus strukturierten, aktuellen und vollständigen Daten besteht. Denn KI-Analysen und darauf basierende Automatisierungsprozesse sind nur so gut wie die Daten, die ihnen zugrunde liegen. Den Wandel mit den Mitarbeitenden gestalten. Da die Mitarbeitenden diejenigen sind, die die neuen KI-Anwendungen im Arbeitsalltag nutzen, sind sie eine der tragenden Säulen, damit das Projekt gelingt. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Ängste vor Veränderungen genommen werden und die Belegschaft so frühzeitig wie möglich in das Projekt miteingebunden wird. Darüber hinaus benötigt es Schulungen zum Aufbau von KI-Kompetenz sowie einen Kulturwandel, der Lern- und Innovationsbereitschaft fördert und somit den Einsatz und die umfangreiche Nutzung von KI durch die Anwender erst ermöglicht. Dabei sollten interne Strukturen geschaffen werden, in denen Fachkräfte neue Ideen einbringen und offen Feedback und Kritik äußern können, um KI-Projekte effektiv zu verbessern. Zugleich gilt es, Ressentiments abzubauen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Frühzeitiges Handeln Der Vorsprung von Industrieunternehmen, die KI effektiv in ihren Prozessen nutzen, vor denen, die dies nicht tun, wird sich in Zukunft weiter vergrößern. Angesichts Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigendem Kosten-, Innovations- und Geschwindigkeitsdruck, wird KI zu einem wesentlichen Tool für mehr Optimierung, Automatisierung und Schnelligkeit werden. Unternehmen, die bereits jetzt eine zukunftsfähige Datengrundlage aufbauen und erste Pilotprojekte starten, können sich damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. www.convista.com Heiko Schmidt Unternehmen müssen prüfen, wie ihr KI-System nach dem EU AI Act kategorisiert und reguliert ist und entsprechende Maßnahmen treffen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten
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