NET 6-7/2026

16 www.net-im-web.de 6-7/2026 Satelliten, Drohnen, Fahrzeuge und robotische Systeme gefährlichen oder schwer zugänglichen Bereichen. Teams des DLR führen gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Rheinland-Pfalz untereinander abgestimmte Maßnahmen durch. Ferngesteuerte und autonome Drohnen helfen bei der Suche nach vermissten Personen und bei der Erkundung. Wichtig dabei: Es gibt ein gemeinsames Luftraumlagebild, das heißt, alle Drohnen und Hubschrauber können koordiniert werden. Im Szenario der Übung simulieren die Forscher deswegen zusätzlich Hubschraubereinsätze. Robotische Systeme unterstützen die Erkundungsmission. Dazu gehören die Robotik-Drohne Ardea, der Scout Rover und das vom World Food Programme (WFP) bereitgestellte Amphibienfahrzeug SHERP. SHERP übernimmt auch Transport- und Versorgungsaufgaben. Informationen kombinieren Alle gewonnenen Informationen fließen im Lagezentrum des DLR zusammen. Dort werten die Forscher Satellitendaten, Luftbilder, Drohnenaufnahmen sowie Erkenntnisse der Rover mithilfe künstlicher Intelligenz aus und bündeln sie in einem gemeinsamen Lagebild. Dieses steht den Einsatzkräften digital über Webservices oder als gedruckte Karten zur Verfügung. Es dient als eine zentrale Grundlage für Entscheidungen und die Koordination von Maßnahmen. Resilienz kritischer Infrastrukturen Parallel dazu werden Schadensszenarien analysiert und Modelle entwickelt, die die Resilienz von Stromnetzen stärken. Auch die Planung von vorteilhaften Routen für Einsätze und Evakuierungen ist ein Thema. Hinzu kommt generell die Gefahr durch das Weltraumwetter: Sonnenstürme können kritische Infrastrukturen stören. Verbesserte Vorhersagemodelle helfen, ihre Auswirkungen auf Stromnetze und Kommunikationsverbindungen frühzeitig abzuschätzen. www.dlr.de/de Unterschiedliche ferngesteuerte und autonome Drohnentypen des DLR helfen bei der Suche nach Vermissten und der Erkundung aus der Luft. Diese Drohne mit MACS-Kamera unterstützt bei der Echtzeitkartierung von Einsatzlagen SHERPs sind besonders geländegängig und werden vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) für Hilfs- und Rettungseinsätze in unwegsamem Gelände und sogar im Wasser genutzt Satellitendaten und Bilder der fliegenden und bodengebundenen robotischen Systeme laufen in der Einsatzzentrale zusammen und dienen der Erstellung aktueller Lagekarten (Fotos: DLR/Leon Jakobs)

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