NET 6-7/2026

www.net-im-web.de 29 6-7/2026 NETZE Die Fähigkeit von Künstlicher Intelligenz, Muster zu erkennen, Zusammenhänge abzuleiten und komplexe Situationen zu verdichten, wird die tägliche Arbeit von Netzwerkteams verändern. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen EMA-Untersuchung zu „AI-Driven NetOps“ im Auftrag von Infoblox. Für die Studie wurden 458 IT-Professionals aus dem Bereich Netzwerkmanagement (etwa zur Hälfte jeweils aus Nordamerika und Europa) befragt. Die Ergebnisse zeigen, wo KI im NetOps bereits Mehrwert liefert, welche Hürden bestehen und welche Best Practices sich für Einführung und Betrieb ableiten lassen. Die meisten Befragten erwarten, dass KI Aufgaben beschleunigt, Fehler reduziert und Routinearbeit verringert. Gleichzeitig geben nur 35 Prozent an, bei der Anwendung von KI im Netzwerkmanagement vollständig erfolgreich zu sein. Mehrwert aus KI Viele Netzwerkverantwortliche haben bereits mit dem KI-Einsatz begonnen. Die Studie zeigt, dass die Hürden dabei oft weniger in der KI-Technologie liegen als in Datenqualität, Datenzugang, Integrationsfragen und Evaluierung. Nur 44 Prozent der befragten Netzwerk-Professionals sind sehr zuversichtlich, dass ihre Netzwerkdaten KI-gestütztes Netzwerkmanagement wirkungsvoll unterstützen. Damit rückt ein Punkt in den Vordergrund, der in der KI-Debatte oft unterschätzt wird: Schwächen liegen oft weniger im KI-Modell als im Fundament. Wenn Daten unvollständig, widersprüchlich oder schwer überprüfbar sind, steigt das Risiko fehlerhafter Empfehlungen, blinder Flecken und schlechter EntscheiWolfgang Huber Der Einsatz von KI im Netzwerkmanagement kann dazu beitragen, Probleme schneller zu lösen sowie Performance, Sicherheit und Effizienz zu erhöhen. Doch damit diese Vorteile greifen, braucht es eine belastbare Grundlage aus Netzwerkdaten. Gerade in Datacenter-, Cloud- und hybriden Infrastrukturen werden Datenqualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit damit zu einer Sicherheitsfrage. KI-basierte NetOps Was KI nicht weiß, gefährdet Netzwerke Wolfgang Huber ist Regional Director Central Europe bei Infoblox Im Bereich Netzwerksicherheit sehen die meisten Unternehmen Potenzial unter anderem im Schwachstellenmanagement, bei Sicherheitsuntersuchungen, der Erkennung von Sicherheitsvorfällen und der Optimierung von Richtlinien

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