17 www.net-im-web.de 09/2026 25 Jahre PMRExpo Zum einen gilt es, sichere Hybridlösungen zu schaffen: Während Schmalband das verlässliche Fundament für die kritische Sprachkommunikation bildet, steigt der Bedarf an Breitbandanwendungen kontinuierlich. Die Kunst liegt darin, beide Welten so miteinander zu verknüpfen, dass jederzeit eine hochverfügbare und sichere Kommunikationsumgebung garantiert ist. Um das Vertrauen der Anwender nachhaltig zu sichern, erfordert die Migration zu Mission Critical Services (MCX) über 5G-Netze zudem ein schrittweises Vorgehen über langjährige hybride Modelle. Die Anbindung von CloudStrukturen, IoT und vernetzten Leitstellen vergrößert die Angriffsfläche für Cyberattacken, weshalb Cybersecurity als integrierte Kernkomponente auf allen Technologieebenen verankert sein muss. Satellitengestützte Kommunikation gewinnt als zusätzliche Resilienzebene weiter an Bedeutung, da sie zum Beispiel bei großflächigen Blackouts oder Naturkatastrophen eine unverzichtbare Ergänzung zu terrestrischen Netzen darstellt. Nicht zuletzt erfordert der Einsatz Künstlicher Intelligenz ein hohes Maß an Transparenz, damit der Mensch bei allen kritischen Entscheidungen stets die volle Kontrolle behält.“ NET: Welche Trends werden die kritische Kommunikation in den nächsten zehn Jahren dominieren? Klinger: „Das Schlüsselwort der Zukunft lautet Multitechnologiekonvergenz. Wir bewegen uns weg von der Nutzung dedizierter Technologien hin zu ganzheitlichen Ökosystemen. TETRA, DMR, 5G, Satellit, Cloud und KI werden flexibel miteinander verschmelzen. Es geht künftig nicht mehr primär um die Frage, welche Technologie wir nutzen, sondern wie wir eine jederzeit ausfallsichere, interoperable und geschützte Gesamtlösung für den Anwender bereitstellen.“ NET: Welche Faktoren haben die PMRExpo zu dem gemacht, was sie heute ist?“ Michael Rosenzweig: „Den Erfolg der PMRExpo verdanken wir im Kern drei strategischen Weichenstellungen, die in der Arbeit des Verbandes liegen und mit der Weiterentwicklung der PMRExpo Hand in Hand gehen. Zunächst haben wir das Profil der Messe konsequent geschärft und erweitert: Die sichere und kritische Kommunikation bildet stets das verlässliche Fundament, jedoch haben wir das Themenfeld kontinuierlich um Zukunftsaspekte wie 5G, Critical-IoT und Cyber-Resilienz ergänzt. Ebenso entscheidend ist unser kontinuierlicher Anwender- und Branchendialog, denn der direkte und fortlaufende Austausch mit Anwendern, Industrie, Behörden und KRITIS-Betreibern sichert die hohe Praxisnähe der Veranstaltung sowie unserer Verbandsarbeit. Schließlich war die konsequente europäische und internationale Ausrichtung der logische Schritt, da sichere Kommunikation nicht an Landesgrenzen endet und wir der europäischen Bedeutung des Marktes so vollumfänglich gerecht werden. Dies spiegelt sich auch in der Vision und Mission unseres Verbandes wider.“ NET: Warum greift die Bezeichnung als klassische Fachmesse bei der PMRExpo zu kurz? Rosenzweig: „Die PMRExpo ist primär eine aktive Gestaltungs- und Dialogplattform weit über die Produktpräsentationen hinaus. Hier treffen Anwender und Anbieter, Entscheider von Feuerwehr und Polizei, Vertreter von Forschungszentren, Hersteller sowie Persönlichkeiten aus Politik und Regulierungsbehörden direkt aufeinander. Diese einzigartige Synergie aus Praxis, Technologie, Wissenschaft und Politik erzeugt einen echten Mehrwert, der weit über ein klassisches Messeszenario hinausgeht. Die PMRExpo bietet vielfältige Plattformen für die verschiedenen Wünsche ihrer nationalen und internationalen Besucherinnen und Besucher.“ NET: Wie stellt sich die PMRExpo auf, um auch künftig Impulsgeber der Branche zu bleiben? Rosenzweig: „Indem sie Trends nicht nur abbildet, sondern frühzeitig einordnet. Wir haben dafür schlagkräftige Strukturen geschaffen: Durch den PMRExpo-Beirat – besetzt mit Experten aus den PMeVMitgliedsunternehmen – können wir agil Die PMRExpo wird auch 2026 als Denkfabrik und Innovationstreiber der Branche neue Impulse für technologische Innovationen und neue Anwendungsfelder setzen
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