NET 6-7/2026

19 6-7/2026 www.net-im-web.de Cybersicherheit beginnt am Eingang Konfiguration, Sicherheitsvorgaben und Nachweisführung. Ein ganzheitlicher Ansatz mit zentral gesteuerter Plattform hingegen vereinheitlicht Sicherheitsvorgaben systemweit, koordiniert Update- und Patch-Prozesse nachvollziehbar und protokolliert sicherheitsrelevante Ereignisse zentral und revisionssicher. Die Management- und Systemplattform IF‑6040 von Interflex bündelt Steuerung, Konfiguration und Überwachung aller Zutrittskomponenten auf einer Oberfläche. Für Audit- und Compliance-Zwecke stellt das System eine vollständige Übersicht der Firmware‑Stände aller angebundenen OnlineKomponenten bereit – ob Online-Wireless oder Online-Wired. Somit lässt sich auf einen Blick nachvollziehen, welche Komponenten ein Firmware- bzw. Sicherheits-Update benötigen. Auch bei OfflineKomponenten ist es künftig möglich, eine effiziente, systemseitige Überwachung und Firmware-Updatefähigkeit herzustellen. Für Betreiber entfällt somit die Notwendigkeit, einzelne Komponenten manuell zu prüfen. Schaltzentrale IF-6040 Das System IF-6040 liefert zentrale Funktionen für Zutrittssteuerung und -berechtigungen – und rückt die physische Sicherheit in Unternehmen in den Fokus, indem sie sicherheitsrelevante Ereignisse protokolliert. Schnell exportierbare Reports und Recherche-Funktionen für Bewegungsdaten schaffen zudem eine belastbare Basis für interne ComplianceAnforderungen. Hinzu kommt, dass die IF-6040 eine strukturelle Lücke schließt, die bei Systemen mit gemischtem Online-Offline-Betrieb häufig entsteht. So lassen sich neben den Online- auch Offline-Lösungen wie die batteriebetriebene Variante Opendor card an das System anbinden. Diese wird durch regelmäßige Berechtigungs-Updates – etwa beim Beschreiben des RFID-Ausweises – mit aktuellen Zutrittsrechten bespielt. Die IF-6040 stellt auf diese Weise sicher, dass auch selten genutzte Zugangspunkte lückenlos in das bestehende Zugangsmanagement einbezogen werden. Nachdem die Funktionsweise und das Zusammenspiel der CRA-vorbereiteten Lösungen erläutert wurden, bleibt noch eine Frage offen: Wie ist mit nicht-konformen Lösungen umzugehen? Ein Ansprechpartner Nicht alle Komponenten bestehender Zutrittskontrollsysteme lassen sich technisch auf einen CRA‑konformen Stand bringen. Läuft der Supportzeitraum für die betreffenden Produktlösungen aus, kann der Hersteller die Aktualisierung der Geräte vollständig einstellen. Für Betreiber solcher Lösungen bedeutet das: Die Anlagen entsprechen möglicherweise nicht mehr den eigenen Sicherheitsvorgaben, und Prüfungen fallen zunehmend kritisch aus. Spätestens ab Dezember 2027 sind dahingehende Lösungen nicht mehr verfügbar und passende Ersatzteile werden knapp oder zunehmend gar nicht mehr erhältlich sein. Für eine bestmögliche Absicherung sollten Betreiber also frühzeitig bei ihrem Lieferanten nachfragen, ob eingesetzte oder geplante Produkte auch nach Dezember 2027 noch im Portfolio verfügbar sind. Die Qual der Anbieterwahl Obwohl der CRA die Produkthersteller und Akteure entlang der Lieferkette in die Pflicht nimmt, ist die Anbieterwahl kein Selbstläufer. Zusätzlich zu den technischen Produktmerkmalen gilt es nämlich auch zu überprüfen, wie transparent Anbieter ihre Lieferkette nach außen kommunizieren – beispielsweise, indem sie den Supportzeitraum klar definieren. Wer seine Lösungen von Anbietern bezieht, die – wie im Fall von Interflex – alles aus einer Hand anbieten, entlastet die ohnehin stark beanspruchten IT- und Sicherheitsteams im Arbeitsalltag deutlich. Im Falle technischer Probleme findet sich der passende Ansprechpartner sofort, ohne Zuständigkeitslücken entlang der Lieferkette. Wer stattdessen auf den falschen Anbieter setzt, riskiert Engpässe, teure Nachrüstungen und im Extremfall sogar den kostspieligen Austausch kompletter Systeme. Analog war gestern Vernetzte Zutrittskontrolllösungen sind nur ein Beispiel dafür, wie Produkte künftig CRA-konform gestaltet werden können. Sie eignen sich besonders gut, weil viele Komponenten ineinandergreifen. Obwohl es sich hierbei um hochvernetzte Technik handelt, werden Zutrittskontrollsysteme noch häufig verkannt und als einfacher Ersatz für ein mechanisches Schloss gesehen – dabei sind sie längst integraler Bestandteil der IT-Landschaft in deutschen Unternehmen. Ein sicheres, transparentes Zutrittskontrollsystem aus einer Hand verhindert, dass die Sicherheitsarchitektur in Unternehmen oder Behörden zum Kartenhaus wird. https://interflex.com Sergii Levitov Die EU-Verordnung ist kein isolierter Rechtsakt, sondern Ergänzung der vorherigen Regulierungen. Sie schließt eine produktseitige Lücke, die weder NIS-2 noch das KRITIS-Dachgesetz adressieren

RkJQdWJsaXNoZXIy MjE2Mzk=