25 08/2026 www.net-im-web.de PMRExpo im Spannungsfeld neuer Technologien hafte Sensorik, Kommunikationsprobleme oder eine kompromittierte Komponente hinweisen. Mehr Sicherheit Auch die Cyber-Security profitiert von verhaltensbasierter Analyse. Viele moderne Angriffe lassen sich nicht mehr allein über bekannte Signaturen erkennen. Besonders kritisch sind kompromittierte Benutzerkonten oder Geräte, die zunächst innerhalb zulässiger Kommunikationsparameter arbeiten. Auffällig wird ihr Verhalten erst im Vergleich mit den bisher bekannten Zugriffsmustern. Baut ein industrieller Computer, der üblicherweise nur mit wenigen internen Systemen kommuniziert, auf einmal verschlüsselte Verbindungen zu externen Servern auf oder überträgt ungewöhnlich große Datenmengen, erkennt eine verhaltensbasierte Analyse die Abweichung. Neue Kommunikationsbeziehungen zwischen getrennten Netzsegmenten oder Zugriffe zu ungewöhnlichen Zeiten liefern weitere Hinweise auf einen Angriff. Stark im Verbund Solche Verfahren ersetzen keinesfalls etablierte Schutzmechanismen. Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme, Netzwerksegmentierung oder verschlüsselte Datenübertragung bleiben Grundlage sicherer Netze. Zero-Trust-Architekturen ergänzen diese Mechanismen. Geräte und Benutzer erhalten nicht allein aufgrund ihrer Position im internen Netz Zugriff. Network Access Control, rollenbasierte Berechtigungen und kontinuierliche Identitätsprüfung begrenzen den Zugang auf die Ressourcen, die tatsächlich benötigt werden. In verteilten Infrastrukturen gewinnt diese Kombination an Bedeutung. Private 5G-Campusnetze, WLAN, Glasfaserstrecken, öffentliche Mobilfunknetze und Satellitenverbindungen arbeiten häufig innerhalb derselben Kommunikationsarchitektur. Ein kompromittierter Zugangspunkt darf dabei keinen direkten Weg in benachbarte Netzbereiche eröffnen. Auf der PMRExpo 2026 können sich die Besucher informieren, wie Segmentierung, Mikrosegmentierung und klar definierte Übergänge zwischen IT- und OT-Netzen die Ausbreitung eines Angriffs begrenzen. Resilienz beginnt dort, wo ein Netz auch nach einem technischen Ausfall oder einer Cyber-Attacke weiterarbeitet. Dafür braucht es redundante Kommunikationswege, getrennte Netzsegmente und definierte Rückfallebenen. Fällt die primäre Glasfaserverbindung eines Standorts aus, übernimmt etwa eine Mobilfunk- oder Satellitenstrecke die Übertragung. Wird ein Teilnetz kompromittiert, trennt die Architektur diesen Bereich ab, während zentrale Betriebsprozesse weiterlaufen. Schneller durch KI KI unterstützt diese Abläufe, indem sie Datenströme bewertet und Veränderungen in der Netzqualität erkennt. Zeigt eine Verbindung erhöhte Fehlerraten oder Latenzen, kann ein Netzwerkmanagement-System den Datenverkehr auf einen redundanten Pfad umleiten. Damit solche Eingriffe beherrschbar bleiben, sind allerdings klar definierte Regeln, dokumentierte Freigaben und eine lückenlose Protokollierung unerläßlich. Besonders kritisch ist die Vertrauenswürdigkeit der Eingangsdaten. KI verarbeitet alle Informationen, die Sensoren, Steuerungen und Kommunikationssysteme liefern. Sind diese Daten manipuliert, entstehen falsche Ergebnisse. Veränderte Zeitstempel, gefälschte Geräteidentitäten oder manipulierte Sensordaten verfälschen die Auswertungsergebnisse. Meldet ein Temperatursensor dauerhaft Normalwerte, obwohl sich eine Anlage bereits überhitzt, arbeitet das Analysemodell formal korrekt und liefert dennoch ein falsches Ergebnis. So schützen Digitale Signaturen, verschlüsselte Datenpfade und manipulationsgeschützte Zeitreferenzen nicht nur die Kommunikation. Sie sichern zugleich die Datenbasis, auf der automatisierte Entscheidungen beruhen. Auswertung vor Ort Auch die Verteilung der Rechenleistung verändert sich. Viele KI-Anwendungen laufen nicht mehr ausschließlich in zentralen Cloud-Strukturen. Industrielle Prozesse, Infrastrukturüberwachung und mobile Anwendungen verlangen kurze Reaktionszeiten. Edge Computing bringt Analysefunktionen direkt an die Datenquelle und reduziert die Abhängigkeit von entfernten Rechenzentren. Eine Kamera an einem abgelegenen Standort wertet Videodaten lokal aus und überträgt nur erkannte Ereignisse. Ein Industrie-Gateway analysiert Sensordaten vor Ort und reagiert sofort auf Abweichungen. Fällt die Verbindung zur Cloud aus, bleibt die Funktionalität erhalten. Gleichzeitig sinkt die benötigte Bandbreite, da sich das zu übertragende Datenvolumen verringert. Mit Cyber-Security, KI und resilienten Kommunikationsarchitekturen rücken jetzt auf der PMRExpo 2026 Themen zusammen, die technisch längst voneinander abhängen. Moderne Netze müssen Angriffe erkennen, Störungen eingrenzen, alternative Übertragungswege nutzen und auch bei ausgefallenen Teilbereichen kontrollierbar bleiben. Die PMREXpo zeigt unter anderem, dass künstliche Intelligenz dann nützlich ist, wenn sie unter diesen Bedingungen funktioniert. Ein intelligentes System muss auch mit unvollständigen Daten, schwankender Netzqualität, kompromittierten Komponenten und ausgefallenen Verbindungen belastbare Ergebnisse liefern. Erst wenn Architektur, Datenintegrität, Zugriffsschutz und Rückfallebenen zusammenpassen, trägt KI tatsächlich zu mehr Sicherheit und Resilienz in kritischen Kommunikationsstrukturen bei. www.pmrexpo.de
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